Grillkota Grillhütte Baugenehmigung BauantragBenötige ich eine Baugenehmigung für meine Grillkota?

Wer sich eine Grillkota zulegen möchte, der muss bereits im Vorfeld auf einiges achten. Nicht nur der Standort sollte richtig gewählt werden, sondern auch an die Baugenehmigung ist gegebenenfalls zu denken. Die Baugenehmigung kann sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden und sollte individuell erfragt werden. Oftmals ist ein persönlicher Kontakt weitaus besser als telefonische Gespräche. Wer eine Baugenehmigung benötigt, oder nicht weiß, ob diese erteilt werden muss, sollte sich die Zeit nehmen und vor Ort nachfragen, wie die Gegebenheiten und Formalitäten vor sich gehen.

Auf was muss ich achten?

Zwar kann auf dem eigenen Grundstück prinzipiell einiges gemacht werden. Bei einem Zubau wie einer Grillkota gestaltet sich der Umstand allerdings anders. Neben der Baugenehmigung sollte zudem nachgefragt werden, ob die Grillkota in das Ortsbild passt und vom Bürgermeister aus gestattet wird. Oftmals gibt es bezüglich des Ortsbildes sehr strenge Richtlinien, die beachtet werden müssen. Diese können sich sowohl auf die Größe als auch auf die Form und Farbe der Grillkota beziehen.

Meist wird die Baugenehmigung sofort ausgestellt. Es kann allerdings sein, dass die Gegebenheiten der Umgebung erst kontrolliert werden müssen. So kann es mitunter vorkommen, dass es für die Baugenehmigung im Vorfeld einen Lokalaugenschein gibt. Dieser wird allerdings nur dann nötig sein, wenn die Grillkota eine massive Größe aufweist. Generell kann davon ausgegangen werden, dass bei einer kleinen Grillkota kein Problem bezüglich der Aufstellung aufkommen sollte. Ist die Grillkota allerdings größer als 20 Quadratmeter – auch hier kann es je nach Bundesland andere Vorgaben geben – muss die Baugenehmigung bereits eingeholt werden, bevor die Grillhütte aufgestellt wird. Erfolgt der Aufbau ohne Genehmigung und wird diese auch nicht nachträglich beantragt, kann es nicht nur zu Geldbußen kommen, sondern mitunter muss die Grillkota wieder entfernt werden.

Befindet sich in der Grillkota zusätzlich eine Sauna muss die Baugenehmigung auch dann eingeholt werden, wenn die Größe noch nicht den Vorgaben entspricht. Wer diesen Umstand übersieht, riskiert die Gefahr einer Geldbuße, die je nach Bundesland unterschiedlich gestaltet sein kann.

Zudem muss beim Aufstellen der Grillkota auf die Landschaftsgrenze zum Nachbarn geachtet und ein ausreichender Abstand dazu eingehalten werden. Selbst wenn das Verhältnis zu den Nachbarn vorbildlich ist und scheinbar nicht getrübt werden kann, sind Nachbarschaftskriege immer wieder zu finden. Wenn die Grillkota dann nicht den entsprechenden Sicherheitsabstand zur Grundstücksgrenze aufweist, kann solch ein nachbarschaftlicher Krieg zu einem schwierigen Unterfangen mit schwerwiegenden Folgen werden, denn im schlimmsten Fall muss die Grillkota von ihrem Standort entfernt werden. Hier hilft dann auch kein Feilschen mehr, denn wenn der Nachbar darauf besteht, dass die Grillkota entfernt wird, muss dies auch erfolgen – kein Gericht wird hier dem Beklagten Zuspruch gewähren.

Grillkota Grillhütte Baugenehmigung UnwissenheitUnwissenheit schützt nicht vor Strafen!

Wenn eine Grillkota gekauft wird, sollte sich schon im Vorfeld über die Baugenehmigung informiert werden. Selbst wenn davon ausgegangen wird, dass für diese Größe keine Baugenehmigung erforderlich ist, sollte nichts riskiert werden. Lieber einmal mehr nachfragen, als dann bei Geldbußen tief in die Tasche greifen müssen. Und Neider gibt es an jeder Ecke. Selbst wenn nicht das Bauamt selbst auf die ungenehmigte Grillkota aufmerksam wird, können sich Nachbarn darauf versteifen und eine Anzeige erstatten. Gibt es eine Baugenehmigung, wird die Anzeige wieder fallengelassen, besteht diese Genehmigung allerdings nicht, kommt es zu rechtlichen Konsequenzen. Oftmals gestaltet sich der Sachverhalt allerdings so, dass vorab eine Verwarnung zugestellt wird, bei der etwa 2 Wochen Zeit gewährt werden, um eine Baugenehmigung einzureichen. Wird diese Frist verabsäumt, drohen allerdings Geldbußen, die oftmals gar nicht so billig sind. Ob die Geldbußen sofort eingefordert werden, oder ob vorab eine Verwarnung in schriftlicher Form ausgesprochen wird, kann das zuständige Bauamt allerdings stets selbst entscheiden.

Baugenehmigung Bauantrag Grillkota Grillhütte Grundriss Grundfläche

Grundriss einer Grillkota

Was muss bei der Baugenehmigung vorgelegt werden?

Für die Baugenehmigung bedarf es nicht viel. In erster Linie muss ein Grundriss des Grundstückes vorhanden sein, bei dem auch die Nachbarschaftsgrenzen eingezeichnet sind. Generell liegen diese Pläne dem Bauamt bereits vor. Zusätzlich sollte sich vor dem Kauf um den Grundriss der Grillkota gekümmert werden. Diese kann in den meisten Fällen problemlos beim Hersteller angefordert werden. Der Grundriss wird auch dann zugestellt, wenn die Grillkota noch nicht gekauft wurde, denn so kann ein Fehlkauf mit anschließendem Umtausch aus dem Weg geräumt werden.

Neben allen gesetzlichen Regelungen ist das Wichtigste der Mensch von nebenan – der Nachbar! Wir finden, dass eine Grill Pavillion der optimale Ort ist, um nachbarschaftliche Beziehungen zu vertiefen. Vor dem Aufstellen der Kota mit dem Nachbarn Kontakt aufzunehmen, ist also eine wunderbare Idee – und sei es, um ihn zu fragen, ob er beim Aufstellen helfen kann!

Ob man für ein Gartenhäuschen, eine Außensauna oder eine Grill Pavillion eine Genehmigung benötigt, hängt vom Land und hier auch wieder vom Bundesland ab. Die Pflicht einer Baugenehmigung hängt insbesondere von der Größe des umbauten Raums ab und speziell in Deutschland gelten hier unterschiedlichste Regelungen. Um diesbezüglich eine rechtsverbindliche Aussage zu erhalten, erfragen Sie bitte direkt bei Ihrem zuständigen Bauamt, ob eine Genehmigung benötigt wird.

In jedem Fall lohnt es sich aber, die Nachbarn über den Aufbau der Grill Pavillion zu informieren – zum einen, weil man dann noch eine helfende Hand zum Aufbau zur Verfügung hat, zum anderen, weil ein gemütlicher Einweihungsabend in der Grill Pavillion die nachbarschaftlichen Beziehungen stärkt!

Kotas, Pavillons und Saunafässer fallen in die Kategorie Gartenhäuser und werden von der Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes geregelt.

Auch können darüberhinaus noch Bebauungspläne der Gemeinde den Bau von Gartenhäusern einschränken.

In einigen Landesbauordnungen sind Gebäude mit Aufenthaltsräumen und/oder Feuerstätten grundsätzlich genehmigungspflichtig.

Eine Ausnahme bilden hierbei Kleingartenkolonien. Hier dürfen Gartenhäuser bis 24m² Grundfläche ohne Genehmigung gebaut werden, solang sie „nicht zum dauernden Wohnen geeignet“ sind. Allerdings ist pro Kleingarten nur ein Gartenhaus erlaubt.

Um sicher zu gehen, sollten Sie aber in jedem Fall bei dem für Sie zuständigen Bauamt nachfragen. Nur dort können Sie definitive Antworten einholen.

Auch ob sich Ihr Grundstück im sogenannten Innenbereich oder Außenbereich des Gemeindegebiets befindet, können Sie hier erfragen.

Falls Ihre Grillkota mit einem Ofen ausgestattet ist, müssen Sie diesen im Voraus von Ihrem Schornsteinfeger absegnen lassen.

Auszüge aus den jeweiligen Landesbauordnungen

(Stand Juli 2014 – Alle Angaben ohne Gewähr)

 

Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO)

„Anhang zu § 50 Abs. 1 Verfahrensfreie Vorhaben:

Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Toiletten oder Feuerstätten, wenn die Gebäude weder Verkaufs- noch Ausstellungszwecken dienen, im Innenbereich bis 40 m³, im Außenbereich bis 20 m³ Brutto-Rauminhalt.

Bayerische Bauordnung (BayBO)

„Art. 57 Verfahrensfreie Bauvorhaben, Beseitigung von Anlagen:

(1) Verfahrensfrei sind

1. folgende Gebäude:

a.) Gebäude mit einem Brutto-Rauminhalt bis zu 75 m³, außer im Außenbereich, …“

Bauordnung für Berlin (BauOBln)

㤠62 Verfahrensfreie Bauvorhaben:

(1) Verfahrensfrei sind

1. folgende Gebäude:

a) eingeschossige Gebäude mit einer Brutto-Grundfläche bis zu 10 m², außer im Außenbereich, sowie untergeordnete Gebäude wie Kioske, Verkaufswagen und Toiletten auf öffentlichen Verkehrsflächen,…“

Brandenburgische Bauordnung (BbgBO)

㤠55 Genehmigungsfreie Vorhaben:

(2) Keiner Baugenehmigung bedürfen die Errichtung oder Änderung folgender Gebäude:

1. Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Toiletten oder Feuerstätten mit nicht mehr als 75 m³ umbautem Raum, die nicht im Außenbereich liegen; dies gilt nicht für Garagen, Ställe sowie Gebäude, die Verkaufs- oder Ausstellungszwecken dienen,…“

Bremische Landesbauordnung (BremLBO)

„ § 61 Verfahrensfreie Vorhaben:

(1) Verfahrensfrei sind

1. folgende Gebäude:

a) eingeschossige Gebäude mit einer Bruttogrundfläche bis zu 10 m², außer im Außenbereich,….“

Hamburgische Bauordnung (HBauO)

„Anlage 2 –Verfahrensfreie Vorhaben nach §60:

ein eingeschossiges Gebäude ohne Aufenthaltsräume bis 30 m³ umbauten Raum je zugehörigem Hauptgebäude, außer im Außenbereich.“

Hessische Bauordnung (HBO)

„Anlage 2: Baugenehmigungsfreie Vorhaben nach § 55:

1.1 Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Toiletten oder Feuerstätten, wenn die Gebäude nicht mehr als 30 m³ Brutto-Rauminhalt haben und weder Verkaufs-noch Ausstellungszwecken dienen…“

Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern (LBauO M-V)

„§61 Verfahrensfreie Bauvorhaben:

(1) Verfahrensfrei sind

1. folgende Gebäude:

a) eingeschossige Gebäude mit einer Brutto- Grundfläche bis zu 10 m², außer im Außenbereich,….“

Niedersächsische Bauordnung (NBauO)

„Anhang zu § 60 Abs. 1 Genehmigungsfreie Baumaßnahmen:

Gebäude und Vorbauten ohne Aufenthaltsräume, Toiletten und Feuerstätten, wenn die Gebäude und Vorbauten nicht mehr als 40 m³- im Außenbereich nicht mehr als 20 m³- Brutto-Rauminhalt haben und weder Verkaufs- noch Ausstellungszwecken dienen…“

Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW)

„§65 Genehmigungsfreie Vorhaben:

(1) Die Errichtung oder Änderung folgender baulicher Anlagen sowie anderer Anlagen und Einrichtungen im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 bedarf keiner Baugenehmigung:

1. Gebäude bis zu 30 m³ Brutto Rauminhalt ohne Aufenthaltsräume, Ställe, Aborte oder Feuerstätten, im Außenbereich nur, wenn sie einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dienen (§ 35 Abs. 1 Nr. 1 des Baugesetzbuches); dies gilt nicht für Garagen und Verkaufs- und Ausstellungsstände…“

Landesbauordnung Rheinland-Pfalz (LBauO)

„§62 Genehmigungsfreie Vorhaben:

(1) Unbeschadet einer nach anderen Vorschriften erforderlichen Genehmigung bedürfen keiner Baugenehmigung das Errichten, Herstellen, Aufstellen, Anbringen oder Ändern von folgenden baulichen Anlagen, anderen Anlagen und Einrichtungen:

1. Gebäude

a) Gebäude bis zu 50 m³, im Außenbereich bis zu 10 m³ umbauten Raums ohne Aufenthaltsräume, Toiletten oder Feuerstätten; ausgenommen sind Kulturdenkmäler und Gebäude in der Umgebung von Kultur- und Naturdenkmälern sowie Garagen, Verkaufs- und Ausstellungsstände.“

Landesbauordnung Saarland (LBO)

㤠61 Verfahrensfreie Vorhaben, Beseitigung von Anlagen

(1) Verfahrensfrei sind:

1. folgende Gebäude:

a) eingeschossige Gebäude bis zu 10 m² Brutto-Grundfläche,..“

Sächsische Bauordnung (SächsBO)

„§61 Verfahrensfreie Bauvorhaben

(1) Verfahrensfrei sind

1. folgende Gebäude:

a) eingeschossige Gebäude mit einer Brutto-Grundfläche bis zu 10 m², außer im Außenbereich,…”

Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt (BauO LSA)

„§60 Verfahrensfreie Bauvorhaben,…

(1) Verfahrensfrei ist die Errichtung, Änderung oder Aufstellung für

1.Gebäude:

a) eingeschossige Gebäude mit einer Grundfläche bis zu 10 m², außer im Außenbereich, auch soweit sie nachfolgend von der Genehmigungsfreiheit ausgenommen sind,…“

Landesbauordnung für das Land Schleswig-Holstein (LBO)

㤠63 Verfahrensfreie Bauvorhaben

(1) Verfahrensfrei sind folgende Gebäude:

a) Gebäude ohne Aufenthaltsräume, ohne Toiletten und ohne Feuerstätten mit Ausnahme von Garagen, Verkaufs- und Ausstellungsständen bis zu 30 m³ – im Außenbereich bis zu 10 m³umbauten Raumes,.“

Thüringer Bauordnung (ThürBO)

„§60 Verfahrensfreie Bauvorhaben:

(1) Verfahrensfrei sind folgende Gebäude:

a) eingeschossige Gebäude mit einer Brutto-Grundfläche bis zu 10 m², außer im Außenbereich,…“